Untitled History
Untitled History
AR auf der grünen Wiese – Über die Arbeit "Untitled History" von Eske Schlüters und Tillmann Terbuyken im Hamburger Alten Elbpark
Anna-Lena Wenzel
Jetzt
Ein paar Findlinge liegen auf der grünen Wiese im Alten Elbpark. In der Mitte der Anordnung ist der Boden ausgetreten, Sand und Sonnenblumenkerne lassen darauf schließen, dass der Ort gerne als Treffpunkt benutzt wird. Die Anordnung der Steine könnte ein Hinweis auf eine archäologische Ausgrabungsstelle sein, aber so genau erschließen tut sich der Steinhaufen nicht. Weil er von einem niedrigen Zaun umgeben und von einem Infoschild begleitet wird, wie sie üblicherweise neben Denkmälern oder Kunstwerken im öffentlichen Raum aufgestellt werden, liegt es nahe zu vermuten, dass es sich um etwas Offizielles handelt. Auf dem Schild steht Untitled History mit vergrößerten Abständen zwischen einzelnen Buchstaben. Es folgt ein kurzer Text: „Die Wahrheit der Geschichte liegt irgendwo dazwischen, zwischen flüchtigen Fragmenten der Wirklichkeit, auch in Luftschlössern und Sandburgen, in Rudimenten einer brüchigen Demokratiegeschichte.“ Darunter ein Aufkleber mit einem Logo auf der einen und ein QR-Code auf der anderen Seite.
Ein Passant kommt mit seinem Hund vorbei, der schnüffelt neugierig am Zaun und hebt kurz sein Hinterbein. Ich bin mit Eske Schlüters und Tillmann Terbuyken hier verabredet, die Künstler sind dafür verantwortlich, dass sich diese Installation hier befindet. Sie haben ein Tablet und Kopfhörer mitgebracht, denn bei Untitled History handelt es sich um eine zweiteilige Arbeit, aus einem physischen und einem digitalen Teil. Auf dem Tablet ist die Augmented Reality-App bereits installiert, die ich sonst über den QR-Code herunterladen könnte. Mit dem Öffnen der APP beginnt eine ca. 15 min virtuelle Reise, bei der sich vor mir historische Gebäude und Phantasiegebilde aufbauen, um im nächsten Moment wieder zu verschwinden. Es ist eine eigenartige Erfahrung: Auf dem Tablet sehe ich den realen Umraum, der zugleich Schauplatz einer künstlerischen Zeitreise ist. Gleichzeitig spüre ich die Blicke von Passant*innen auf mir – kein Wunder, so ungewohnt, wie ich mich hier (nicht-)bewege.
Der begleitende Sound ist ein dialogähnlicher Text aus Zitaten und Kommentaren. Ein dichter Input, eine Zeitreise zu den Anfängen des Elbparks und zu den Protagonist*innen und Zielen von Demokratiebewegungen.
Ich erfahre: Wo früher eine Festungsanlage war, wurden zwischen 1820 und 1833 „die scharf profilierten Erdbauwerke der Festung in eine weich modellierte Grünanlage ‚im Geschmack der Natur‘ umgewandelt, die mit geschwungenen Wegen, weiten Wiesenflächen, Alleen und naturnah gruppierten Gehölzen eine idealisierte Landschaft schufen. Zur Gartenbauausstellung 1869 wurde der buchtenreiche Wallgraben mit einer Hängebrücke überspannt. Wo früher Wasser floss, verläuft heute eine Straße. Der Park präsentierte sich mit Schlängelwegen, Teppichbeeten und einer romantischen Knüppelholzbrücke über einen pittoresk gebuchteten Teich.“ Damit war die Grundstruktur des Alten Elbparks geschaffen.
Was die Demokratiebewegung betrifft, macht Heinrich Heine den Anfang, es folgen Verweise auf die Bedeutung von Salons und der freien Presse, auf den Einsatz von Frauen und „Proletarierfäusten“ für mehr Teilhabe, auf zivilen Ungehorsam und die unvollendete Revolution von 1848. Es wird klar: Demokratie ist ein Prozess, ist Kampf und Engagement. Sie beginnt mit dem Vermögen zu sehen, dass die Gesellschaft anders sein könnte.
Vorher
Wir befinden uns im flachen Teil des leicht hügeligen Elbparks, in direkter Nähe zur Reeperbahn und der U-Bahnstation St. Pauli. Während auf der Helgoländer Allee, die den Park durchschneidet, Busse halten und Jugendliche ausspucken, versteckt sich auf der anderen Seite hinter Bäumen das monumentale Bismarck-Denkmal. 2022 wurde ein offener Ideenwettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, die Restaurierung des aufgrund der kolonialen Verstrickungen von Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck in die Kritik geratene Denkmal zu kontextualisieren. Der Wettbewerb endete ohne eine Entscheidung für einen der Entwürfe – dafür wurde er von vielen Kontroversen begleitet. Schlüters und Terbuyken hatten sich gegen eine Bewerbung entschieden. Dennoch kann man ihre Skulptur in ihrer un-monumentalen Erscheinungsweise, dem Fokus auf Demokratiebewegungen und ihre schiere Existenz als Kommentar zum verkorksten Wettbewerb lesen.
Als wir zu dritt neben der Installation stehen, will ich unbedingt wissen, wie die beiden es geschafft haben, die Arbeit hier zu platzieren, ist der öffentliche Raum doch ein stark umkämpftes Feld. Die Künstler*innen beginnen zu erzählen, dass sie die Arbeit selbstinitiativ entwickelt und sich damit für Fördergelder der Behörde für Kultur und Medien und dem Bezirksamt Mitte beworben haben. Zusätzlich wurden sie von der Liebelt-Stiftung unterstützt, denn die Kosten für die Entwicklung einer App, das unfallsichere Aufstellen einer Skulptur im öffentlichen Raum inklusive Schild und Zaun sowie das Vermittlungsprogramm haben die Kosten für die Arbeit in die Höhe getrieben.
Insgesamt dauerte es ein Jahr vom Antrag bis zur Installation der Arbeit, die ursprünglich nur für die Dauer von einem Monat (September–Oktober 2024) geplant war, dann aber in einem ersten Schritt bis Januar 2025 verlängert wurde und nun bis 2030 stehen darf. Ich erkundige mich nach dem Prozess, werden Kunst im öffentlichen Raum-Projekte doch häufig von langen Genehmigungsverfahren und Kommunikationsprozessen mit verschiedenen Ämtern begleitet. Sie beginnen zu erzählen: „Es war ein wahnsinniger Kommunikationsaufwand und besonders die Zusammenarbeit mit den Behörden wie Grünflächenämtern ist langwierig und zäh. Es fehlt eine Person in der Kulturbehörde, die zwischen den einzelnen Beteiligten und Bezirken vermittelt. Oft ist man bei der Realisierung an Zeiten gebunden, bis zu denen das Geld ausgegeben werden muss, da kommt man manchmal ganz schön ins Schwitzen, wenn sich Dinge erneut verzögern. Aber dass die Arbeit nun länger bleiben darf, ist eine tolle Bestätigung.“
Noch weiter vorher
Schlüters und Terbuyken kennen sich seit dem Studium an der HfBK und haben während der Corona-Pandemie erstmals zusammengearbeitet. Für den Lesesaal des Warburg Hauses entwickelten sie Anfang 2023 die Intervention Unabsehbare Fahrten ins Innere der Zeit. Auch dieser Arbeit ging eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes voraus, die in einer ortsspezifischen Video- und Sound-Installation mündete, bei der beide jedoch eigenständige Kunstwerke schufen. Mit der Idee für die Augmented Reality-Arbeit setzten sie ihre Zusammenarbeit fort, wobei es für beide das erste Mal ist, das sie AR verwenden.
Finale
Erinnern Augmented Realities ästhetisch häufig an Computerspiele sieht man dieser künstlich geschaffenen Welt die künstlerische Handschrift an. Man kann verfolgen wie sich einzelne Linien zu einem Gebäude verdichten, wobei es nicht um technische Perfektion oder ein realitätstreues Rendering geht, sondern um das Andeuten möglicher Formen und ihr In-Bewegung-Sein.
Die Verschränkung einer ortsspezifischen Kunst im öffentlichen Raum-Arbeit und einer digitalen Ebene überzeugt ebenso wie die Kombination aus starker skulpturaler Setzung und inhaltlicher Tiefe wie spielerischer Vermittlung in der AR. Uneinig sind wir bei der Frage, ob auf der Tafel nicht noch ein Hinweis auf die Augmented Reality hilfreich gewesen wäre, weil man üblicherweise durch einen QR-Code auf einer Website mit Infotext landet, hier aber ein zentraler Teil des Kunstwerks nur über den Code abruf- und erfahrbar wird. Den Künstler*innen war es jedoch wichtig, nicht zu viel vorwegzunehmen und zu erklären. Tatsächlich finde ich das Fragmenthafte und Offene der Arbeit produktiv, lässt es doch Spielraum für eigene Assoziationen und regt zur Selbstbefragung an. Was ist eigentlich mein Beitrag zur Demokratie?, frage ich mich unmittelbar nach dem Hören von Karl Gutzkows Aufruf von 1848, mit dem die AR endet:
„Der Staat beginnt mit Euch selbst, mit Jedem von Euch! Er beginnt nicht mehr von Oben, senkt sich nicht mehr, wie eine gewölbte Gnadenkuppel über Euch herab, sondern von der breiten Basis des ganzen Volkes erhebt sich der Staat nur noch wie eine Pyramide. Jeder Staat ist so, wie er von unten auf angelegt wird. Die Gesinnung, die von unten emporlodert, gibt den Duft der Höhe, und es liegt an Euch, daß es ein wohlgefälliger Duft ist.“
Fotos: Untitled History
Ein paar Findlinge liegen auf der grünen Wiese im Alten Elbpark. In der Mitte der Anordnung ist der Boden ausgetreten, Sand und Sonnenblumenkerne lassen darauf schließen, dass der Ort gerne als Treffpunkt benutzt wird. Die Anordnung der Steine könnte ein Hinweis auf eine archäologische Ausgrabungsstelle sein, aber so genau erschließen tut sich der Steinhaufen nicht. Weil er von einem niedrigen Zaun umgeben und von einem Infoschild begleitet wird, wie sie üblicherweise neben Denkmälern oder Kunstwerken im öffentlichen Raum aufgestellt werden, liegt es nahe zu vermuten, dass es sich um etwas Offizielles handelt. Auf dem Schild steht Untitled History mit vergrößerten Abständen zwischen einzelnen Buchstaben. Es folgt ein kurzer Text: „Die Wahrheit der Geschichte liegt irgendwo dazwischen, zwischen flüchtigen Fragmenten der Wirklichkeit, auch in Luftschlössern und Sandburgen, in Rudimenten einer brüchigen Demokratiegeschichte.“ Darunter ein Aufkleber mit einem Logo auf der einen und ein QR-Code auf der anderen Seite.
Ein Passant kommt mit seinem Hund vorbei, der schnüffelt neugierig am Zaun und hebt kurz sein Hinterbein. Ich bin mit Eske Schlüters und Tillmann Terbuyken hier verabredet, die Künstler sind dafür verantwortlich, dass sich diese Installation hier befindet. Sie haben ein Tablet und Kopfhörer mitgebracht, denn bei Untitled History handelt es sich um eine zweiteilige Arbeit, aus einem physischen und einem digitalen Teil. Auf dem Tablet ist die Augmented Reality-App bereits installiert, die ich sonst über den QR-Code herunterladen könnte. Mit dem Öffnen der APP beginnt eine ca. 15 min virtuelle Reise, bei der sich vor mir historische Gebäude und Phantasiegebilde aufbauen, um im nächsten Moment wieder zu verschwinden. Es ist eine eigenartige Erfahrung: Auf dem Tablet sehe ich den realen Umraum, der zugleich Schauplatz einer künstlerischen Zeitreise ist. Gleichzeitig spüre ich die Blicke von Passant*innen auf mir – kein Wunder, so ungewohnt, wie ich mich hier (nicht-)bewege.
Der begleitende Sound ist ein dialogähnlicher Text aus Zitaten und Kommentaren. Ein dichter Input, eine Zeitreise zu den Anfängen des Elbparks und zu den Protagonist*innen und Zielen von Demokratiebewegungen.
Ich erfahre: Wo früher eine Festungsanlage war, wurden zwischen 1820 und 1833 „die scharf profilierten Erdbauwerke der Festung in eine weich modellierte Grünanlage ‚im Geschmack der Natur‘ umgewandelt, die mit geschwungenen Wegen, weiten Wiesenflächen, Alleen und naturnah gruppierten Gehölzen eine idealisierte Landschaft schufen. Zur Gartenbauausstellung 1869 wurde der buchtenreiche Wallgraben mit einer Hängebrücke überspannt. Wo früher Wasser floss, verläuft heute eine Straße. Der Park präsentierte sich mit Schlängelwegen, Teppichbeeten und einer romantischen Knüppelholzbrücke über einen pittoresk gebuchteten Teich.“ Damit war die Grundstruktur des Alten Elbparks geschaffen.
Was die Demokratiebewegung betrifft, macht Heinrich Heine den Anfang, es folgen Verweise auf die Bedeutung von Salons und der freien Presse, auf den Einsatz von Frauen und „Proletarierfäusten“ für mehr Teilhabe, auf zivilen Ungehorsam und die unvollendete Revolution von 1848. Es wird klar: Demokratie ist ein Prozess, ist Kampf und Engagement. Sie beginnt mit dem Vermögen zu sehen, dass die Gesellschaft anders sein könnte.
Vorher
Wir befinden uns im flachen Teil des leicht hügeligen Elbparks, in direkter Nähe zur Reeperbahn und der U-Bahnstation St. Pauli. Während auf der Helgoländer Allee, die den Park durchschneidet, Busse halten und Jugendliche ausspucken, versteckt sich auf der anderen Seite hinter Bäumen das monumentale Bismarck-Denkmal. 2022 wurde ein offener Ideenwettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, die Restaurierung des aufgrund der kolonialen Verstrickungen von Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck in die Kritik geratene Denkmal zu kontextualisieren. Der Wettbewerb endete ohne eine Entscheidung für einen der Entwürfe – dafür wurde er von vielen Kontroversen begleitet. Schlüters und Terbuyken hatten sich gegen eine Bewerbung entschieden. Dennoch kann man ihre Skulptur in ihrer un-monumentalen Erscheinungsweise, dem Fokus auf Demokratiebewegungen und ihre schiere Existenz als Kommentar zum verkorksten Wettbewerb lesen.
Als wir zu dritt neben der Installation stehen, will ich unbedingt wissen, wie die beiden es geschafft haben, die Arbeit hier zu platzieren, ist der öffentliche Raum doch ein stark umkämpftes Feld. Die Künstler*innen beginnen zu erzählen, dass sie die Arbeit selbstinitiativ entwickelt und sich damit für Fördergelder der Behörde für Kultur und Medien und dem Bezirksamt Mitte beworben haben. Zusätzlich wurden sie von der Liebelt-Stiftung unterstützt, denn die Kosten für die Entwicklung einer App, das unfallsichere Aufstellen einer Skulptur im öffentlichen Raum inklusive Schild und Zaun sowie das Vermittlungsprogramm haben die Kosten für die Arbeit in die Höhe getrieben.
Insgesamt dauerte es ein Jahr vom Antrag bis zur Installation der Arbeit, die ursprünglich nur für die Dauer von einem Monat (September–Oktober 2024) geplant war, dann aber in einem ersten Schritt bis Januar 2025 verlängert wurde und nun bis 2030 stehen darf. Ich erkundige mich nach dem Prozess, werden Kunst im öffentlichen Raum-Projekte doch häufig von langen Genehmigungsverfahren und Kommunikationsprozessen mit verschiedenen Ämtern begleitet. Sie beginnen zu erzählen: „Es war ein wahnsinniger Kommunikationsaufwand und besonders die Zusammenarbeit mit den Behörden wie Grünflächenämtern ist langwierig und zäh. Es fehlt eine Person in der Kulturbehörde, die zwischen den einzelnen Beteiligten und Bezirken vermittelt. Oft ist man bei der Realisierung an Zeiten gebunden, bis zu denen das Geld ausgegeben werden muss, da kommt man manchmal ganz schön ins Schwitzen, wenn sich Dinge erneut verzögern. Aber dass die Arbeit nun länger bleiben darf, ist eine tolle Bestätigung.“
Noch weiter vorher
Schlüters und Terbuyken kennen sich seit dem Studium an der HfBK und haben während der Corona-Pandemie erstmals zusammengearbeitet. Für den Lesesaal des Warburg Hauses entwickelten sie Anfang 2023 die Intervention Unabsehbare Fahrten ins Innere der Zeit. Auch dieser Arbeit ging eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes voraus, die in einer ortsspezifischen Video- und Sound-Installation mündete, bei der beide jedoch eigenständige Kunstwerke schufen. Mit der Idee für die Augmented Reality-Arbeit setzten sie ihre Zusammenarbeit fort, wobei es für beide das erste Mal ist, das sie AR verwenden.
Finale
Erinnern Augmented Realities ästhetisch häufig an Computerspiele sieht man dieser künstlich geschaffenen Welt die künstlerische Handschrift an. Man kann verfolgen wie sich einzelne Linien zu einem Gebäude verdichten, wobei es nicht um technische Perfektion oder ein realitätstreues Rendering geht, sondern um das Andeuten möglicher Formen und ihr In-Bewegung-Sein.
Die Verschränkung einer ortsspezifischen Kunst im öffentlichen Raum-Arbeit und einer digitalen Ebene überzeugt ebenso wie die Kombination aus starker skulpturaler Setzung und inhaltlicher Tiefe wie spielerischer Vermittlung in der AR. Uneinig sind wir bei der Frage, ob auf der Tafel nicht noch ein Hinweis auf die Augmented Reality hilfreich gewesen wäre, weil man üblicherweise durch einen QR-Code auf einer Website mit Infotext landet, hier aber ein zentraler Teil des Kunstwerks nur über den Code abruf- und erfahrbar wird. Den Künstler*innen war es jedoch wichtig, nicht zu viel vorwegzunehmen und zu erklären. Tatsächlich finde ich das Fragmenthafte und Offene der Arbeit produktiv, lässt es doch Spielraum für eigene Assoziationen und regt zur Selbstbefragung an. Was ist eigentlich mein Beitrag zur Demokratie?, frage ich mich unmittelbar nach dem Hören von Karl Gutzkows Aufruf von 1848, mit dem die AR endet:
„Der Staat beginnt mit Euch selbst, mit Jedem von Euch! Er beginnt nicht mehr von Oben, senkt sich nicht mehr, wie eine gewölbte Gnadenkuppel über Euch herab, sondern von der breiten Basis des ganzen Volkes erhebt sich der Staat nur noch wie eine Pyramide. Jeder Staat ist so, wie er von unten auf angelegt wird. Die Gesinnung, die von unten emporlodert, gibt den Duft der Höhe, und es liegt an Euch, daß es ein wohlgefälliger Duft ist.“
Fotos: Untitled History









